Wissualisierung

Konzeption, Umsetzung und Präsentation computerunterstützter Wissensvermittlung

6 Conclusio

Es wird rasch deutlich, dass sich die Herangehensweisen der Befragten bei der Gestaltung und Vermittlung von Präsentationen in mehrerlei Hinsicht von den in der Ratgeberliteratur vorgeschlagenen Wegen unterscheiden. Reynolds (2008) geht in „Presentation Zen“ im Sinne eines ganzheitlichen Ansatzes davon aus, dass eine Präsentation in sich stimmig und geschlossen ist. In der Praxis werden viele Präsentationen unter Zeitdruck erstellt und die Befragten agieren pragmatisch, indem sie, wenn möglich, Ausgangsmaterial von vorhandenen Präsentationen nehmen, eventuell kürzen und mit diesen Folien eine neue Präsentation zusammenstellen. Sollte es vorkommen, dass kein Ausgangsmaterial vorliegt und überlegt werden muss „wie gehe ich das jetzt an“81, kann es aber auch vorkommen, dass man, wie ein Befragter beschreibt, „lehrbuchhaft“ an das Thema herangeht, was aber eher eine Ausnahme ist.

  • 81. Interview B6, Zeile 344